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Wenn Familien aus prekären Familien in therapeutische Wohneinheiten ohne Gerichtsbeschluss verlegt werden, kann man davon ausgehen, dass die zuständigen Träger sämtliche Vorkehrungen im Sinne der Betroffenen treffen.

Somit kann der Steuerzahler davon ausgehen, dass

  1. die bezogene Wohnung zumindest den Ansprüchen eines Hartz4 Empfängers gleichsteht
  2. die Zahlungen speziell bei betreuten Personen ordnungsgemäß abgerechnet werden und die Personen einen Bescheid erhalten
  3. die Wohnung gesetzlichen und rechtlichen Vorschriften entspricht.
  4. die Quadratmeterzahl stimmt
  5. die Anzahl an Quadratmetern stimmt.

Dass das nicht unbedingt der Realität entspricht werden wir am Ende dieser Woche auf dieser Seite anhand von Dokumenten präsentieren. Selbstverständlich alles belegt.

Die Hilfen dieser Art verlaufen im Saarland nach dem gleichen Schema "F". Eine Frau wird unter Zwang - dazu reicht die Androhung des Kindesentzug - in ein betreutes Wohnen verfrachtet. Justiz ist in diesem Fall egal und der Status des Wohnens wird ebensowenig wie der Status der Betreuungsbedürftigkeit überprüft. Gesetzlich ist diese Überprüfung spätestens nach 7 Jahren vorgeschrieben; in dem Fall der Mit-dreißigerin sind es schlappe 14 Jahre Betreuung ohne Nachprüfung.

Für dieses betreute Wohnen wurden keine speziellen therapeutischen Wohnräume angeschafft, sondern regulärer Wohnraum angemietet, der in Gefolgschaft des Jugendamts an die betroffene Person zwangsvermietet wird. Der Zwang stellt sich so dar, dass stets mit Entzug des Kindes gedroht wird und dass auch das Aufsuchen eines Anwalts als negativ dargestellt wird. Soviel zu dem "Umfeld".

Interessant ist nun, wie das Geld eben dieser Betreuten verwaltet wird. Angesichts der Tatsache, dass ein Betreuer und die betreuende Einrichtung sich um die Person auf Kosten des Steuerzahlers kümmern, sollte man davon ausgehen können, dass eben diese das fließende Geld besser verwalten können als eben kein Dritter und das die Wohnung nicht nur sozialen Mindesstandards, sondern auch therapeutischen Zwecken genügt.

Diese Einrichtungen als kirchlich karitative Einrichtungen würden sich selbstverständlich nie am Geld der Ärmsten bereichern. Es sei denn, diese haben einen Landtagsabgeordneten im Aufsichtsrat sitzen. 

Mit was diese Einrichtung nicht rechnet ist, dass sich jemand mit einem Lasermeter in die Räume stellt und die Wohnung nachmisst und die Angaben mit dem vorhandenen Mietvertrag abgleicht und dass eben diese Person den Bescheid mit dem ausgezahlten Taschengeld abgleicht.

 

Zu dem Mietvertrag:

Mutter mit Kind stehen laut Tabelle 60-65 Quadratmeter zu. Hierbei geht es um reguläre Bedarfsgemeinschaften. Angesichts der Tatsache, dass es sich um eine therapeutische Gruppe handelt, kann man sich die Frage stellen, weshalb dieser 50 Quadratmeter aufweist. Dass die Wohnung de facto nun nur 45 Quadratmeter groß ist, ist angesichts der Vorgeschichte ein fast schon verzeihbarer Faux-Pas. Dieser ist jedoch nur im Einzelfall verzeihbar. Multipliziert man diesen mit der Fallzahl, profitiert der Träger massiv von diesen kleinen Belanglosigkeiten und der Staat bzw. das Jobcenter wird schlichtweg betrogen. Von den Familien ganz abgesehen! Den Fall selbst zu nennen macht hierbei fast keinen Sinn, da die gleiche Wohnsituation auch 3 bis 4 köpfige Familien trifft.

Nun schauen wir uns die Fähigkeit der Betreuer an, Zimmer zu zählen: Das Wohnzimmer ist recht geräumig mit 7m länge und 5m Breite, Bad und Kinderzimmer kommen hinzu. Offiziell wird diese Bleibe bei dem Jobcenter geführt als 2ZKB und ein Abstellraum. Wie aus 1,5 Zimmer 3 Zimmer werden muss mir derjenige, der das errechnet, dringend erklären, da ich diese Fähigkeit gerne für meine eigenen vermieteten Unterkünfte benötige ohne vor Gericht zu landen.

Angesichts der Wohnsitutation kommt die gute Frau auf eine Warmmiete in Höhe von über 10€ pro Quadratmeter für eine Wohnung mit Schimmel und Kakerlaken. Das alles mit dem Segen zweier Betreuer und des Jugendamts.

Ganz spannend ist der Blick in die Aufstellung des Mietvertrags:

Kaltmiete ist angemessen bei 290€

Hinzu kommen:

Heizkosten 85€

Stromkosten 80€

sonstige Nebenkosten 107€

 

Ich denke, dass es jedem Laien auffällt, dass diese Nebenkosten in dieser Höhe aufzuschlüsseln sind. Wie zuvor gesagt ist es recht spannend, dass ein solcher Vertrag angesichts zweier Betreuer überhaupt zustande kommen kann. Ein Schelm wer dabei böses denkt.

 

Zu den geleisteten Zahlungen

Grundsätzlich gilt, dass betreute Personen den Umgang mit Geld nahegebracht bekommen müssen. Oftmals durch Handyverträge oder sonstige Finanzierungen starten diese hochverschuldet in das Leben. Es gibt hierbei 2 Varianten, jemanden beizubringen, mit dem Geld richtig umzugehen. Erstens man nimmt die ausgezahlte Summe, zieht von diser unumgängliche Leistungen wie z.B. Essen für Kindergarten und Fahrkarte ab und schüttet den Rest nach Abzug der Miete aus. Ob das jetzt im Monatsrhythmus geschieht oder wöchentlich ist fast egal. Denn dem Betreuer sei ein gewisses Maß an Willkür - nennen wir es Flexibilität - zugestanden und nichts können wir Deutsche besser als einen Orgasmus bekommen wenn wir über schwächer gestellte Macht ausüben. Diesen psychotischen Reflex haben wir uns seit dem dritten Reich hart erarbeitet und verteidigen ihn vehement und erhalten dafür auch Schützenhilfe aus dem Landtag. (s.o.)

Einem Laien, zum Glück nicht dem Jobcenter würde auffallen, dass die Zahlung aufgesplittet wird. Einen Teil bekommt Caritas vor Ort, einen anderen Teil eine Bank in Rheinland Pfalz, die für karitative Träger mit Leib und "Seele" arbeitet. Interessant ist vor allem der Bilanzgewinn dieser Bank, der sich von einem Jahr auf das andere verachtfacht hat und seitdem konstant ist. Ich schätze, dass viele Sparkassen und Volksbanken schlichtweg in das falsche "Geschäftsmodell" investiert haben und solchen Zahlen nachtrauern.

Wie dem auch sei, beträgt der Regelbedarf etwa 1300€. Dieser wird vermindert um die bereits geleisteten Zahlungen (Unterstützung für Alleinerziehende und Unterhaltsvorschuss). Wie der Betrag und in welcher Form nun fließt sei dahingestellt, da der jungen Dame 1300€ zufließen bzw. zustehen. Dieser Betrag wird vermindet um die Warmmiete - ob die Nebenkosten nun gerechtfertigt sind oder nicht sei dahingestellt - als auch die Stromkosten ( - 560€. Nochmal zum Verständnis: absoluter Brennpunktbereich in Burbach mit Warmmietpreis über 10€). Davon wird nun noch die Busfahrkarte abgezogen und der Frau stehen somit genau 135€ in der Woche zu. Diese 135€ sind unumstößlich, da diese handschriftlich auf einem Zettel stehen.

Sollte man sich diesbezüglich mit einem Anwalt austauschen und dieser aufgrund unseres Anratens eine Nachprüfung verlangen, werden schnell aus 135€ pro Woche 117€ pro Woche, da der Monat aus 5 Wochen besteht, nicht berücksichtigend, dass der Folgemonat 3 Wochen haben wird. Durch den Verein gestärkt begab sich die Frau zu der Leitung und wie durch Geisterhand wurde das Geld wieder angehoben. Auch wieder ohne Bescheid oder nachvollziehbare Kalkulation.

Wie im Vorwort bereits geschrieben: Macht und Gier sind zwei schlechte Ratgeber in diesem Bereich. Früher dachte ich, dass wir in einem Rechtsstaat leben.