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Mutter1

Mein Name ist Michelle. Ich bin 53 Jahre alt und lebe seit über 2 Jahren alleine und ohne meinen Sohn Kevin.

Der wurde mir unter kuriosen Umständen weggenommen, entzogen.

 

Es begann 2005, als ich meinen damaligen Partner kennenlernte, einen Soldaten aus Belgien, der wie ich in Scheidung lebte. Schnell stellte sich die Beziehung als nicht optimal heraus. Mit der Zeit wurde er mehrfach gewalttätig.

Mein Sohn Kevin kam 2008 zur Welt, nachdem ich zuvor von meinem Partner vergewaltigt wurde. Leider gelange es mir damals nicht, Konsequenzen zu ziehen und ihn zu verlassen.

2011 zeigte ich meinen Partner an, der wieder mehrfach gewalttätig geworden war, was zu einem Krankenhausaufenthalt in Merzig führte. Leider nahm ich im Laufe der Geschehnisse die Anzeige zurück.

Auch 2012 kam es wieder zum Übergriff, bei meinem Sohn Kevin zusehen mußte.

Damals wurden Gutachten erstellt, die nachweisbar Fehler enthalten. U.A. wird die Gewaltanschuldigung umgekehrt dargestellt. Mein Sohn wurde erst gar nicht als Zeuge vernommen, da ein Kind von 3-4 Jahren sich laut Gutachter an nichts erinnern könne. Weiterhin wurde im Laufe einer „Zeugenbefragung“ meines Kindes mein Sohn Kevin nachweislich manipuliert. Leider wurden auch diese Beweise nicht zur Kenntnis genommen.

2013 verließ mich dann mein Partner, nachdem sich psychologische Probleme bei seiner Tochter aus 1.Ehe herausstellten.

 

Zwischen 2013 und 2017 gab es dann ein Gerichtsmartyrium. Zwar wurde Kevin mit eingeladen, aber nicht gehört, obwohl er sich alles erinnerte. Zudem wurde auch hier ohne Berücksichtigung meiner Aussagen, wenn ich diese denn einmal vorbringen durfte, die Faktenlage einfach umgekehrt, was mir zu diesem Zeitpunkt völlig unverständlich vorkam. Spätere Recherchen ergaben, daß die zuständige Psychologin und der urteilende Richter miteinander liiert waren.

 

2013 wurde im Rahmen dieser ganzen Vorgänge bei mir eine „Posttraumatische Belastungsstörung“ diagnostiziert, die mir kurioserweise aber vom Psychologen nicht bestätigt wurde.

Auch hat die Verfahrenspflegerin berichtete Gewalt gegen meinen Sohn erst gar nicht erwähnt.

 

So wurde dann durch das Gericht ein begleiteter Umgang mit dem Kindsvater festgelegt, der zu Beginn von einem Mitarbeiter des Jugendamtes durchgeführt wurde. Dieser hatte allerdings sehr schnell keine Zeit mehr und übertrug diese Aufgabe mehrfach an Leute, die ihm wohlgesonnen sind, so daß die Umgangsbetreuer nie einen Gesamtüberblick über die Situation bekamen, sondern immer nur das kurzfristige Schön-Wetter-Verhalten meines Exfreundes registrierten.

 

2017 eskalierte die Situation. Die Verfahrenspflegerin nebst sogenannten Experten versuchten am 06.12.2016, meinen Sohn Kevin ohne Vorankündigung aus der Schule in Blieskastel heraus zu nehmen, was mißlang. Das kam einem Entführungsversuch gleich.

Leider führte diese Aktion bei mir am selben Tag zu einem Schlaganfall, nachdem der Direktor der Schule mich telefonisch darüber informierte. Zum Glück waren meine Mutter und Schwester in Frankreich zur Stelle, um meinen Sohn kurzfristig bei sich aufzunehmen.

Da mein Expartner mir in der Vergangenheit öfter angedroht hatte, mir mein Kind wegzunehmen und das alleinige Sorgerecht zu beantragen, waren diese vorgewarnt.

Da ich nach der Klinik direkt in 2 wöchige Reha nach Zweibrücken kam, war für diese Kinderbetreuung ein Zeitraum von etwa 14 Tagen angesetzt.

 

Während meines Rehaaufenthaltes erschienen mein Expartner mit der Verfahrenspflegerin bei meiner Mutter und nahmen meinen Sohn Kevin einfach mit. Diesem Kindesentzug folgte alsbald am letzten Tag der Verhandlung Ende 2016 die Übertragung des alleinigen Sorgerechtes auf meinen Exfreund.

 

Seitdem versuche ich einen Anwalt zu finden, was bis heute daran scheitert, daß das Kind 2 sprachig sei und die Angelegenheit grenzübergreifend auch Frankreich und Belgien beträfe, womit sich anscheinend niemand auskennt oder beschäftigen mag.

Das führte dazu, daß ich in den letzten 2 Jahren keinen anwaltlichen Beistand erfahren konnte. Nach wie vor ist das Homburger Gericht im Saarland zuständig. Die Vertreterin der Familienhilfe ist die Ehefrau des Amtsgerichtsdirektor von Homburg. Anmerkung: FaS: Nach Rücksprache mit Michelle waren im laufenden Prozess Verfahrensbeistand als auch Familienhilfe zugleich Mitarbeiter von Hospital St. Wendel. Während der mündlichen Verhandlung hat ihre Anwältin das Mandat niedergelegt.

 

Ich verlange nicht viel und poche nicht auf Recht oder Wiedergutmachung. Ich bin ja schon froh darüber, daß das Kind nicht ins Heim muß; dann lieber beim Kindsvater, meinem Expartner.

 

Mein Wunsch ist vielmehr, wenigsten ab und an Kontakt mit meinem Sohn Kevin haben zu dürfen, sei es über Telefon oder z.B. Skype. Er ist jetzt 11 Jahre als und ich möchte ihm anderweitige Strapazen ersparen.

 

Leider habe ich alleine keine Chance überhaupt etwas zu erreichen.

 

Im April 2019, also erst vor kurzem, bekam ich ein klein wenig Hoffnung, als ich Herrn Claus-Theissohn kennenlernte und den Verein Fight & Soul, der sich u.A. mit Fällen wie meinem beschäftigt.

 

Wie es weitergeht weiß ich nicht. Ich bin allerdings für jede Hilfe dankbar.

 

Ihre Michelle X

 

 

Anmerkung des Vereins: Bis auf die Anmerkung basiert der Text auf einer mit Einverständnis protokollierten Aufzeichnung.